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Lexikon des historischen Adels 1648-1918

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Zoege von Manteuffel

Barone


»Manteuffel genannt Szoege (Zoege) und Zoege von Manteuffel (des Stammes Zoege).  Evangelisch. - Baltischer Uradel, der in dem damals dänischen Estland mit Gerard Soye 1325 urkundlich (Liv-, Est- und Kurländ. Urk.-Buch II, Nr. 713) auftritt und zu den ältesten Geschlechtern der harrisch-wierischen Ritterschaft gehörte; von dort kam das Geschlecht nach Livland, Kurland und so weiter.  Vielleicht niedersächsischen Ursprungs, wo Gerfrithus Dzoie, Ministeriale der Kirche Bremen, 1233 urkundlich (Brem. Urk.-Buch I, Nr. 172), Ritter Diedrich Zoye, Mann der Kirche Schwerin, 1248 urkundlich (Mecklenburg. Urk.-Buch Band I, Nr. 609) sowie Arnoldus Zoye 1255 urkundlich (Zevener Urk.-Buch, Bremer Geschichtsquellen, Edit. von Hodenberg 3, Nr. 23) zuerst erscheinen und diese Familie das Erbamt der „Fronen“ des Erzstifts Bremen bekleidete (Stader Copiar, Brem. Gesch. Quellen I, S. 59).  Der Name wechselte zwischen Zoye, Soye, Zoie, Soi, Soege, Soeghe, Zoeghe, Szöge und Zoege.  Während der Beiname „Manteuffel“ in Kurland bereits seit Anfang des 17. Jahrhunderts aus bisher nicht zu ermittelnden Gründen angenommen wurde, um schließlich Hauptname zu werden, tritt er in Estland und Livland erst seit dem 18. Jahrhundert auf. - Gemeinsames Stammwappen: Oben ein wachsender Adler, unten 2 Balken. - - Estländischer Stamm: Zoege von Manteuffel.  Stammvater: Gerard Soye, 1325 urkundlich. - Eingetragen in die estländische Adelsmatrikel 12. Juni 1746; Berechtigung auf den Anspruch des Barontitels infolge russischer Senatsukas vom 21. September 1853. - - Wappen: In Silber oben ein wachsender schwarzer Adler, unten ein roter und ein blauer Balken.  Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein offener schwarzer Adlerflug, der mit den Balken schrägrechts beziehungsweise schräglinks belegt ist.«  (S. 349, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 84. Jg. 1934)



abstammende Häuser: Manteuffel gen. Szoege, Mannteuffell, Manteuffel (1759)

Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser - 1934, 349
Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Teil A - 1926, 462 (Stammreihe); 1928, 322; 1931, 270
Klingspor's Baltisches Wappenbuch - 1882, 132


 






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