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Genealogisch-historisches Adelslexikon 1648-1918

 Adelslexikon

   (1918 blühender Uradel und Grafen vollständig)

 

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Born (1768)

von

(erloschen)


»Born, auch Freiherren (altes Geschlechtswappen: im Schilde ein Springbrunnen, welcher ein Becken mit einem hohen, unten runden Fusse hat.  Wappen nach dem Diplome von 1768: Schild der Länge nach getheilt: rechts in Silber ein blauer Sparren, über demselben eine rothe Lilie und unter demselben ein Strauss mit drei Rosen und links in Gold ein auf grünem Rasen stehender rother Springbrunnen.  Bei Erhebung in den Freiherrnstand soll das Stammwappen, doch wohl nicht wesentlich, vermehrt worden, der Springbrunnen aber unverändert geblieben sein).  Reichsfreiherren- und neubestätigter Reichsadelsstand.  Reichsfreiherrndiplom von 1689 für Friedrich v. Born und Adelsbestätigungsdiplom vom 24. März 1768 für Jacob Heinrich Born, Canzler der Stift Meissnischen Landesregierung zu Wurzen. - Ein ursprünglich aus den Niederlanden stammendes Geschlecht, welches im 13. Jahrhundert in denselben und im 14. und 15. Jahrhundert in Vorpommern blühte, von wo sich Vitus, königlich schwedischer Oberst, nach Sachsen begab, wegen Mangel an Glücksgütern aber selbst, so wie geraume Zeit auch seine Nachkommenschaft, sich des Adels nicht bediente.  Die Nachkommen standen theils in österreichischen Kriegsdiensten, theils bekleideten dieselben ansehnliche kursächsische und markgräflich brandenburg-culmbachsche Civilstellen.  Beide Linien des Geschlechts, die sich gebildet hatten, sind erloschen.  Die freiherrliche ging im Mannsstamme in der Mitte des 18. Jahrhunderts mit dem Freiherrn Czislaus Friedrich und die adelige mit dem Sohne des obengenannten Jacob Heinrich v. Born, Jacob Heinrich (II.) v. Born, kursächsischem Hof- und Justitienrath zu Dresden, 20. März 1782 aus.  Die Tochter des Ersteren und Schwester des Letzteren, Susanna Christiane Henriette v. Born, war die zweite Gemahlin des Gottlob Grafen v. Beust, und besass nach dem Tode desselben das Gut Ponitz.  Von ihr stammen im ersten und zweiten Gliede die jetzigen Grafen von Beust ab.«  (S. 575, Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, 1. Band, 1859)



Literatur: Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich etc. bis 1806 - I, 112
Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon - I, 575




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