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Lexikon des historischen Adels 1648-1918

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Tschudi

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»Tschudi.  Evangelisch. - Altschweizerisches, ursprünglich aus Glarus und Linthal stammendes und zu den Lehensträgern des Stiftes Säckingen gehörendes Geschlecht, das mit Heinricus Schudi, villicus (maior) von Glarus 1220 urkundlich (Urk.-Buch von Glarus I, 9) zuerst erscheint und die sichere Stammreihe mit Rudolf Tschudi, * 1257, + 1335, Ratsherrn und Keller von Glarus, Sohn des Landammans Rudolf Tschudi, beginnt.  Die Namensform wechselte zwischen Schudi, Tschudi, Tschudy, Tschudi von Glarus und Glarus-Tschudy. - Reichs-Adelsbestätigung und -Ritter Augsburg 20. April 1559 (für Aegidius Tschudi von Glarus, Kaiserl. Geschichtsschreiber, und sein Geschlecht). - Die unten angeführte I. Linie kam mit Johann Jakob von Tschudi, * 1818, + 1889, nach Österreich, die II. Linie tritt mit Rudolf von Tschudi, * 1766, + 1857, in waldecksche, mit seinen Nachkommen in nassauische und preußische Militärdienste. - Wappen: a) (Stammwappen): In Gold eine entwurzelte grüne Tanne mit roten Stamme und neun (2, 3, 4) roten Tannenzapfen.  Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken die Tanne.  b) Späteres Wappen: Geviert; 1 und 4 in Gold ein einwärts-gewendeter stehender schwarzer Steinbock (+ von Glarus [de Clarona] aus Zürich), 2 und 3 wie Stammwappen.  2 gekrönte Helme; auf dem rechten mit schwarz-goldenen Decken ein mit der Spitze rechtsgekehrtes schwarzes Steinbockshorn, das außen mit 4 goldenen Kugeln besteckt ist, aus denen je 4 schwarze Hahnenfederchen hervorgehen (+ von Glarus), links wie Stammwappenhelm.«  (S. 807, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 22. Jg. 1930)



Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Teil B - 1920, 906; 1922, 919; 1925, 889; 1928, 657; 1930, 807
Jahrbuch des Deutschen Adels - II, 907 (Stammreihe)
Schweizerisches Geschlechterbuch - 1933, 630 (Stammreihe)
Siebmacher's Großes und allgemeines Wappenbuch - II, IV, 61; II, VII, 13; III, II, 420


 






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