Adelslexikon
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Tattenbach
Grafen von
(v. Rheinstein und Tattenbach, Freiherren von Ganowitz)
»Tattenbach. Katholisch. - Niederbayerischer Uradel, aus dem oberen Rott-Tal stammend, der mit Ortlieb Tättenpeck 28. Januar 1376 urkundlich (Bayer. Haupt-Staatsarchiv München, Gerichtsurk. Ortenburg, fasc. 6, Nr. 60) auftritt und 1. März 1390 (Stadtarchiv Passau, Nr. 173) sowie 20. Juni 1400 (bayer. Hauptstaatsarchiv München, Kloster Aldersbach, Nr. 588) unter dem Beinamen „zu Geyersperg“ siegelt. Die Abstammung von Ortlieb erscheint durch Besitzzusammenhänge gesichert. - Erbländisch-österreichischer Freiherr mit „von Gonobitz“ Graz 24. März 1598 (vom Erzherzog Ferdinand für Johann Christoph und Johann Gottfried von Tattenbach); Wappenvermehrung Graz 23. November 1612; Reichsfreiherr Regensburg 10. Februar 1623 (für Hans Adolf, Johann Christof, Wolf Friedrich und Gotthard Freiherren von und zu Tattenbach, Wolimbel und Gonobitz); kurbayerische Auschreibung 20. September 1624 (für gen. Hans Adolf, Herrn auf Märthen, pfalzgräfl. und kurbayer. Wirkl. Kämmerer, Rittmeister und Pfleger zu Riedt); Reichsgraf mit „Frei- und Panierherr auf Gonobitz“ und Wappenbesserung Prag 8. Juni 1637 (für Gotthard und seine Brüder und Vettern). - Wappen (1637): Geviert und belegt mit silbernem Herzschild, darin ein mit Fischschuppen bedeckter roter Schrägrechts-Balken (Stammwappen); 1 und 4 von Schwarz und Gold geteilt und das schwarze Feld mit 3 nebeneinander stehenden goldenen Wecken belegt (+ Intobler), 2 und 3 in Silber Kopf samt Hals eines roten Drachen, im Rachen eine schmale goldene Leiste haltend (+ Freiherren von Trenbach). 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit schwarz-goldenen Decken ein golden-bekleideter Mohrenrumpf mit schwarz-gestulptem gold-gekrönten goldenen Hut, dessen Stulp mit 3 goldenen Wecken belegt und der mit 5 schwarzen Hahnenfedern besteckt ist (+ Intobler), auf dem mittleren mit rot-silbernen Decken zwischen 2 von Rot und Silber überreck-geteilten Büffelhörnern eine nackte armlose Seejungfrau mit herabhängendem blonden Haar und silbern-gestulpter golden-bequasteter roter Mütze, der rot-geringelte Fischschwanz vor dem rechten Büffelhorn (Stammwappenhelm), auf dem linken mit rot-silbernen Decken der Drachenkopf mit der goldenen Leiste, die an beiden Enden mit goldenen Kronen und 3 Pfauenfedern besteckt ist (+ Freiherren von Trenbach).« (S. 589, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 105. Jg. 1932)
abstammende Häuser: Mayerhofer
Wappen: #Schrägbalken #Raute(n/Wecken) #Drache
Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser - 1921, 973; 1922, 983; 1928, 591; 1930, 609; 1932, 589
Ruvigny's Titled Nobility of Europe - 1914, 1426
Siebmacher's Großes und allgemeines Wappenbuch - IV, V, 433
Hoheneck’s Löbliche Herren-Stände deß Ertz-Hertzogthumb Oesterreich ob der Ennß - II, 618
Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich etc. bis 1806 - V, 88, 92
Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in Bayern - 1914, 26, 42, 107, 147
