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Genealogisch-historisches Adelslexikon 1648-1918

 Adelslexikon

   (1918 blühender Uradel und Grafen vollständig)

 

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Pfeil und Klein-Ellguth

Grafen von


»Pfeil und Klein-Ellguth (Pfeil-Burghauß).  Lutherisch. - Schlesischer Uradel, wahrscheinlich von Dirsko von Dirschdorf (Prerechino) abstammend, dessen Witwe Bogussa und ihre Söhne Andreas und Philipp 1289 urkundlich (Diözesan-Archiv Breslau J. J. 47) ihr Gut Elgut zu deutschem Recht aussetzen.  Die Stammreihe beginnt mit Ritter Dirsiko Sagittario, der 7. März 1310 urkundlich (Schles. Reg. 3118, Staatsarchiv Breslau, Heinrichau W 50) im Gefolge der Herzöge Bernhard und Heinrich von Schlesien erscheint und 7. Juli 1311 urkundlich (Schles. Reg. 3214, a. a. O., Vincens Kloster 117) die Vogtei von Canth erhält.  Dessen Urenkel Heincze erscheint 28. Mai 1403 urkundlich (Staatsarchiv Breslau, Kloster Kamenz) als „Pheil“ und siegelt 4. Juli 1407 urkundlich (a. a. O.) als Heincze von Dirschdorf mit den Bärentatzen im Schilde; 1496 urkundlich (a. a. O.) tritt Hans von Dirschdorf, Pheil genannt, zu Elgot mit gleichem Siegel auf. - Preußischer Graf Berlin 15. Oktober 1786 (für die Brüder Karl Friedrich, Herrn auf Kleutsch, Königl. preuß. Landrat - I. Linie - und Friedrich Ludwig von Pfeil, Herrn auf Dirsdorf - II. Linie). - Wappen (1786, Schild = Stammwappen): In Silber 2 mit den Klauen auswärts-gekehrte geschrägte natürliche Bärentatzen.  Grafenkrone und 3 gekrönte Helme mit schwarz-silbernen Decken; auf dem rechten ein mit silbernem Kleemond belegter königlich-gekrönter schwarzer Adler, auf dem mittleren ein geschlossener schwarzer Adlerflug (Stammwappenhelm), auf dem linken ein natürlicher Pfauenwedel, besteckt mit 6 eisernen Pfeilen, deren silberne Flitsche sichtbar sind.«  (S. 413, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 105. Jg. 1932)



abstammende Häuser: Pfeil-Burghauß

Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser - 1894, 774 (Stammreihe); 1930, 430; 1932, 413




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