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Lexikon des historischen Adels 1648-1918

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Nostitz (1675)

Grafen von


Siehe: Nostitz



»Nostitz (Nostitz-Rieneck).  Oberlausitzer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weißenberg, Sachsen, der mit Peter gen. von Nosticz und seinen Brüdern 1280 urkundlich (vergl. Freiherr von Mansberg, Erbarmannschaft Wettin. Lande) zuerst erscheint und schon früh in vier Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. - - 1. Ast (Rokitnitz) Erloschen.  Stammvater: Otto, * 1608, + 1664. - Reichsfreiherr Laxenburg 18. Mai 1631 (für Otto von Nostitz, Herrn auf Rokitnitz und so weiter); böhmischer Graf Wien 27. Juli 1675; Reichsgraf Wien 27. November 1692 (beides für dessen Sohn Christoph Wenzel Freiherrn von Nostitz, Herrn auf Rokitnitz und so weiter, K. K. Kämmerer und Geheimen Rat). - Besitz: Das Fideikommiß Plan mit Gottschau; die Herrschaft Horka an der Iser mit Lustenic und Rokitnitz, Böhmen. - Wappen (1675, 1692): Geviert; 1 in Blau 2 von Silber und Rot geschachte auswärts-gekrümmte und gespitzte Hörner, darunter ein nach oben geöffneter goldener Halbmond (Stammwappen), 2 in Silber ein mit goldenem Balken belegter rechtsgewendeter schwarzer Adlerflügel, das 3. silberne und 4. blaue Feld zusammen belegt mit einem rechts blauen, links goldenen Anker, dessen von Gold und Blau geteilter Schaft und Ring in Feld 1 und 2 hinaufsteigt.  Grafenkrone und 2 gekrönte Helme mit rot-silbernen Decken; auf dem rechten, der mit goldenem Balken belegte schwarze Adlerflügel, auf dem linken 2 von Silber und Rot geschachte Büffelhörner (Stammwappenhelm), dazwischen 3 (blau, golden, blaue) Straußenfedern. - - 2. Ast: Nostitz-Rieneck.  Stammvater: Johann Hartwig, * 1610, + 1683. - Böhmischer Freiherr Wien 29. Januar 1631; böhmischer Graf Prag 6. August 1646; Reichsgraf Wien 9. Mai 1651; aufgenommen in das fränkische Reichsgrafenkollegium (wegen des - später veräußerten - Anteils der Grafschaft Rieneck) 29. Dezember 1673 (alles für Johann Hartwig von Nostitz, K. K. Geheimen Rat und Oberstkanzler von Böhmen). - Besitz: Die Majorate Falkenau (3244 ha); seit 1622 im Bes. der Familie) und Heinrichsgrün mit Graslitz (8505 ha; seit 1627), sowie Pakomeritz (2150 ha; seit 1652), Böhmen, mit erblichem Sitz im vormaligen Herrenhause des österreichischen Reichsrats. - Wappen (1651) = 1675 (siehe oben), jedoch belegt mit einem gekrönten roten Herzschild, darin 3 goldene Balken (Grafschaft Rieneck) und zwischen rechtem und linkem Helm ein 3. gekrönter Helm mit rechts schwarz-silbernen, links blau-silbernen Decken mit einem gold-bewehrten flugbereiten silbernen Schwan (Grafschaft Rieneck).«  (S. 394 & 395, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 105. Jg. 1932)

 



Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser - 1871, 573 (Stammreihe); 1922, 666; 1924, 380; 1926, 386; 1928, 394; 1930, 410; 1932, 394
Brünner Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser - 1877, 189; 1878, 359
Geschichte des Oberlausitzischen Adels und seiner Güter 1635-1815 - II, 326, 369; IV, 51
Europäisches Genealogisches Handbuch - 1800, II, 82
Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich etc. bis 1806 - III, 304, 305


 






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