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Genealogisch-historisches Adelslexikon 1648-1918

 Adelslexikon

   (1918 blühender Uradel und Grafen vollständig)

 

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Amsdorff

von

(erloschen)


»Amsdorff, Amsdorf.  Altes, erloschenes, meissnisches Adelsgeschlecht, welches sich früher auch Amelungsdorff schrieb und später mit Gross-Zschepa bei Wurzen angesessen war.  Thilo v. Amelungsdorff, welcher im Schilde einen nach der rechten Seite springenden Steinbock führte, kommt 1302 in einer auf dem Schlosse Saleck ausgestellten Urkunde des Klosters Pforte vor.  Aus diesem Geschlechte stammte der als Theolog zu seiner Zeit berühmte, 1542 zum ersten protestantischen Bischof von Naumburg erwählte, 1565 als herz. sächs. Kirchenrath zu Eisenach verstorbene Nicolaus v. Amsdorff, der treue Freund Luthers.  Derselbe führte als Bischof zu Naumburg einen gevierten Schild: 1 und 4 Hochstift Naumburg, 2 und 3 ein springender Steinbock, ganz wie oben bei Thilo v. Amelungsdorff angegeben wurde.  Der Bruder des Nicolaus v. Amsdorff, Bartel v. A., setzte den Stamm durch zwei Söhne fort und Einige nehmen an, dass mit diesen Beiden der Stamm erloschen sei, doch hat derselbe noch bis zu Ende des 17. Jahrh. geblüht, denn 1694 lebte noch Hans Christoph v. A., mit dem das Geschlecht wohl bald nachher erloschen ist.«  (S. 73, Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, 1. Band, 1859)



Literatur: Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland - I, 27
Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon - I, 73




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