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Lexikon des historischen Adels 1648-1918

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Clam-Martinic

Grafen von und zu

Freiherren von Höhenberg


»Clam.  Katholisch. - Kärntner Uradel, der mit Örtel und Heinz die Perger 1382 urkundlich (Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien, vergl. Mitteil. der Gesellsch. für Salzburg. Landeskunde 1926, S. 137) zuerst auftritt und nach dem 1524 erworbenen Schlosse Clam, Bezirk Perg, Oberösterreich, den Namen annahm. - Verleihung des Prädikats „Edle Herren von Clam“ Regensburg 11. August 1636 (für Johann Gottfried und Wolff Sebastian Perger von Höhenberg); Reichsfreiherr mit „Herren von Hechenberg und Saxentall“ Wien 22. November 1655; oberösterreichischer Herrenstand 25. April 1656 (beides für dieselben); erbländisch-österreichischer Graf 11. November 1759 (von der Kaiserin Maria Theresia für Johann Christoph nebst den Söhnen seines + Bruders Ferdinand Josef Johann Joachim) - - I. Linie: Clam-Martinic.  Stammvater: Graf Ferdinand Joseph Joh. Joachim, * 1700, + 1737. - Erbländisch-österreichische Namen- und Wappenvereinigung mit denen der + Grafen Martinic Wien 2. November 1792; böhmisches Inkolat 16. Februar 1793; erbliches Mitglied des ehemaligen Herrenhauses des österreichischen Reichsrats. - Wappen (1792): Gespalten und das rechte Feld geviert und mit einem gekrönten Herzschild belegt, darin in Gold eine aus 3spitzigem grauem Felsen wachsende grün-bekränzte nackte Jungfrau, die ein naturfarbenes Geweih in der Rechten emporhält (Stammwappen); 1 und 4 von Schwarz und Silber schrägrechts geteilt, 2 und 3 in Gold eine aufgerichtete rechtsgewendete graue Katze; links in Rot 2 mit den Stielen verschränkte silberne Lindenblätter, dazwischen ein 8strahliger goldener Stern (+ Grafen Martinic).  Grafenkrone, auf deren Perlen ein schwarzer Doppeladler ruht, und 4 gekrönte Helme; 1. mit schwarz-silbernen Decken ein von Schwarz und Silber schrägrechts geteilter geschlossener Adlerflug, 2. mit schwarz-goldenen Decken die Jungfrau aus dem Felsen hervorwachsend (Stammwappenhelm), 3. mit rot-silbernen Decken ein mit den Lindenblättern belegter offener roter Adlerflug, zwischen dem ein rot-silbern-rot geteiltes, mit der Kaiserkrone gekröntes Schildchen steht, das die goldenen Buchstaben F. M. R. zeigt, 4. mit schwarz-goldenen Decken die Katze. - - II. Linie: Clam-Gallas.  Im Mannesstamme erloschen.  Stammvater Graf Johann Christoph, * 1702, + 1778. - Böhmisches Inkolat 1757; erbländisch-österreichische Namen- und Wappenvereinigung mit denen der + Grafen Gallas zum Schloß Campo und Freyenthurn Wien 29. August 1768. - Wappen (1768): Geviert mit gekröntem Herzschild belegt, darin das Stammwappen wie oben; 1 in Gold ein gold-gekrönter schwarzer Adler (Grafen Gallas), 2 in Gold eine aufgerichtete rechtsgewendete schwarze Katze, 3 in Blau ein goldener Balken (Grafen Gallas), 4 von Schwarz und Silber schrägrechts geteilt.  Grafenkrone und 4 gekrönte Helme; 1. mit blau-goldenen Decken der Adler zwischen offenem, mit den goldenen Balken belegtem blauen Adlerflug (Grafen Gallas), 2. mit schwarz-goldenen Decken die Jungfrau aus dem Felsen hervorwachsend (Stammwappenhelm), 3. mit schwarz-goldenen Decken die Katze, 4. mit schwarz-goldenen Decken 10 Flaggen an goldenen Stangen, abwechselnd rot, golden und silbern (Grafen Gallas).«  (S. 151 & 152, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 105. Jg. 1932)



abstammende Häuser: Clam-Gallas zum Schloß Campo und Freyenthurn

Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser - 1895, 213 (Stammreihe); 1921, 208; 1922, 210; 1928, 144; 1930, 143; 1932, 151
Europäisches Genealogisches Handbuch - 1800, II, 171
Schauplatz des landsässigen Nieder-Oesterreichischen Adels - II, 91
Siebmacher's Großes und allgemeines Wappenbuch - IV, IV, I, 52
Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich etc. bis 1806 - I, 182
Schematismus des landtäflichen u. Grossgrund-Besitzes von Ober-Oesterreich - 1896, 13, 14


 






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