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Genealogisch-historisches Adelslexikon 1648-1918

 Adelslexikon

   (1918 blühender Uradel und Grafen vollständig)

 

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Wickede

von


»Wickede.  Lutherisch. - Eines Stammes und ursprünglich auch Wappens mit dem um 1230 (vergl. Dortmunder Urk.-Buch, Band I, Nr. 68) zuerst auftretenden Dortmunder Erbsassengeschlecht von Wickede mit gleichnamigem Stammhause bei Dortmund, das in einem Zweige Anfang des 14. Jahrhunderts nach Lübeck kam, und dort der adeligen Zirkelgesellschaft angehörte.  Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit dem proconsul lubecensis Hermannus de Wickede, * 1290. + Lübeck 29. Januar 1367, Herrn auf dem Löwenhofe (heute Alt-Lauerhof) bei Lübeck, vermutlich einem Sohn des Gotsalcus de Wickede, 1304 urkundlich (vergl. Dortmunder Urk.-Buch, Band I, Nr. 289 u. 298).  Everhard von Wickede erscheint unter Knappen mit ritterbürtigen Bürgen 1. September 1348 urkundlich (vergl. Lübecker Urk.-Buch, S. 839, Nr. 2) und Segebodo von Wickede, als Sohn des obigen Hermann 15. August 1348 urkundlich (Lübecker Oberstadt-Buch) erwähnt, wird Mitte des 14. Jahrhunderts als Ritter des Deutschen Ordens in Thorn genannt (vergl. Gesch. des altadelig. Geschl. von Wickede, verfaßt von Vollrad v. W., neu bearb. von Hermann v. W., Rostock 1900).  Aufnahme in die mecklenburgische Ritterschaft seit 1702. - Wappen: Ursprünglich ein Schrägrechts-Balken (Siegel vom 23. Jan. 1403, Lübecker Staatsarchiv, Varia, Nr. 227); seit etwa 1430 (ähnlich dem der Dortmunder Sudermann): Geteilt, oben in Gold ein wachsender schwarzer Adler, unten in Blau ein goldener Sparren.  Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken 2 nach vorn gebogene schwarze Hörner (Wallroßzähne), je belegt mit 2 goldenen Sparren.«  (S. 576, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932)



Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Teil A - 1902, 886 (Stammreihe); 1932, 576




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